Bericht ITT bis 27.06.2011
 

Internationales-Trabant-Treffen

Seit 1994 findet jedes Jahr im Juni das grösste Trabanttreffen in der Geburtsstadt des Trabis statt. Gut 20000 Besucher und 5000 Trabis füllen ein Wochenende lang das Flugplatzgelände von Zwickau. 
Das ITT bietet zahlreiche Veranstaltungen und Wettbewerbe. Das Musikprogramm bot schon neben zahlreichen Coverbands auch Stars wie z.B. Christina Stürmer, City oder Camouflage und auf dem riesigen Teilemarkt unterschiedlicher Anbieter findet man immer etwas interessantes. Neben dem Veranstaltungsbereich gibt es einen großen Campingplatz, wo die zahlreichen Trabifans aus Ost- und Westdeutschland, aber auch u.a. aus Ungarn, Polen, Tschechien und den Niederlanden niemals Langeweile aufkommen lassen.



Da die Organisation des ITT über die Jahre gleich geblieben war, kamen zum 15. ITT 2008 erstmals neue Elemente hinzu, um das Treffen wieder ein wenig aufzupeppen. Der Veranstalter, der Verein "Intertrab" sowie die "SuperTrabi" informierten darüber. So war in diesem Jahr der Campingplatz klarer vom Veranstaltungsbereich getrennt und der Teilemarkt war noch niemals so groß und gut besetzt. Des weiteren gab es erstmals ein großes Festzelt statt nur einer Bühne und kleinere Wettbewerbe wurden ausgebaut. Besonders viel Aufsehen erzeugte die neue Fahrzeug-Kategorie 7 "Funcars" des "Super-Trabi-Wettbewerbes", in der erstmals per Handyabstimmung ein Gewinner ermittelt wurde. 
Die anderen Kategorien "Oldtimer", "Youngtimer", "Kübel/Tramp", "Umbauten/Tuning", "Sonderlackierung" und "IFA-Fahrzeuge" wurden weiterhin von einer Fachjury bewertet.
Einzig der Camping-Platz blieb noch immer das Sorgenkind des Veranstalters, da manche sich hin und wieder etwas danebenbenommen. Die Präsenz des Sicherheitspersonals war aber dieses Jahr auch so groß wie noch nie. Der Verein "intertrab", Mitveranstalter des Treffens, distanzierte sich schon im 
Vorfeld von Unruhestiftern, die nichts mit dem Ziel eines Trabifestes gemein hätten.
Alles in allem war aber das 15. ITT ein voller Erfolg, welches mit der alljährlichen Trabiparade durch Zwickau abgeschlossen wurde, an der dieses Jahr leider nur 500 Trabis teilnahmen (wir auch). Dieses mal ging es zu einem Teil der ehemaligen Sachsenring Werke, in der heute professionell Autos restauriert werden. Vorherige Ziele der Parade waren auch schon das VW-Werk Mosel, die Einweihung der "Trabant"-Straße und zahlreiche Plätze in und bei Zwickau für Fotoprojekte.


So waren die Erwartungen für das 16. ITT in Zwickau wie immer riesengroß. Der Termin stand schon am Wochenende des 15. ITT fest: 19.-21. Juni 2009. 
Doch Anfang 2009 wurde bekannt gegeben, dass das 16.ITT in Zwickau ausfällt, da sich die potentiellen Sponsoren, bedingt durch die Wirtschaftskrise, zurückhielten und demnach das hohe Niveau des ITT nicht mehr gehalten werden könne. 
Schnell gab es von der Veranstaltungsfirma, die sonst für den Organisationsablauf auf dem Campingplatz zuständig war, ein Alternativ-ITT. Das 16. internationale Trabantfahrer-Treffen sollte nun vom 26.-28. Juni 2009 in „Ferropolis“, einem ehemaligen Tagebau bei Gräfenhainichen, stattfinden.
Die Vorbereitungen dazu liefen gut an und es wurde viel Werbung für das Treffen gemacht. Das Programm entwickelte sich im Laufe der Zeit: Fahrzeugbewertung, Teilehändler, Abseilen vom Riesenbagger, Bierkastenstapeln, Trabi-Füherschein, Orientierungsfahrt, Trabiparade und ein Außenbühnenprogramm.     

Doch das Treffen war nach unserer subjektiven Meinung enttäuschend.         
Die Idee, das Treffen nach 15 Jahren Zwickau in eine andere Region zu bringen, hatte durchaus ihren Reiz, wurde aber von den Fans nicht angenommen. Waren in Zwickau schon Freitag Mittag die Campingplätze und Samstag früh auch der Tagesbesucherparklatz randvoll, so boten die Parkplätze in Ferropolis am Samstag Mittag ebenso wie der Campingplatzbereich noch viel Platz, und die drei Teilehändler, die ihre Waren von der Pritsche bzw. aus dem Anhänger heraus verkauften, waren nicht unbedingt das, was man sich erhofft hatte. Die restlichen sieben Händler verkauften Essen, Klebemittel und Kitsch. Die Arena mit den Fahrzeugbewertungen füllte sich dann gegen Mittag, war aber im Aufbau und in der Art nicht mit Zwickau zu vergleichen. Sie standen so wie sie kamen, ungeordnet. 
Enttäuscht, nach der viereinhalbstündigen 
Anfahrt mit dem Trabi, fuhren wir noch vor dem Start des Bühneprogramms, welches um 14 Uhr beginnen sollte, nach vier Stunden „ITT“ nach Hause. Es hielt uns nichts mehr so lange, dass wir noch bis zum Beginn des Programms warten wollten.
Die Informationen zu der Geschichte Ferropolis’ waren interessant, aber kurzweilig. Viele der Fahrzeuge kamen aus der näheren Umgebung und das Event des „Trabi-Führerscheins“ war ein Flop. In unseren vier Stunden nahm kein einziger dieses Angebot an.

Durch die Erfahrungen des 16. ITT stellen wir uns nun die Frage, was DAS Trabanttreffen, das ITT, überhaupt aus- und so besonders macht:

Das „ITT“ soll unserer Meinung nach an einem Ort stattfinden, welcher einen besonderen Bezug zum PKW Trabant aufweisen kann. Es gibt wohl keinen besseren Ort dafür als das sächsische Zwickau. In dieser Stadt wurde der Wagen entwickelt und gebaut, zudem lebte die ganze Stadt vom Trabant-Automobilbau. Man spürt dort den spezifischen Bezug an vielen Orten: er besitzt ein Denkmal in der Innenstadt, eine Straße ist nach dem Fahrzeug benannt, es gibt ein Museum, viele Clubs und Vereine und die Leute stehen –gerade an Treffen- spürbar hinter ihm. Die Fans kamen nach Zwickau, weil sie wussten, dass das Treffen etwas besonderes wird und auch die Zwickauer selbst stattetten dem ITT einen Besuch ab. Das Programm überzeugte.                                                                          
Somit wäre ein weiterer Punkt die Gestaltung des Treffens. International heißt ja in diesem Sinne nicht nur, dass Trabifahrer aus allen Ländern eingeladen sind, sondern auch, dass sie kommen und mit den einheimischen Fans ein Programm dargeboten bekommen, welches vom Niveau und von der Organisation her klar die normalen Standards an Trabitreffen überschreitet. Gut sind z.B. eine Live-Bühne mit ansprechender Musik (kein Zelt wie 2008!), von der man auf dem gesamten Gelände etwas hört und auf der auch Stars und Prominente die Gäste bei Laune halten. Zudem ziehen jene Stars auch weitere Besucher an, die dann mit den Trabi-Fans gemeinsam feiern und Spaß haben. Aber auch weitere Reize zum Besuch des Treffens müssen gegeben sein, wie ein großes Angebot an Teilehändlern, sodass man immer etwas brauchbares findet, eine klare Fahrzeugbewertung unterschiedlicher Kategorien, an denen sich auch die Zuschauer beteiligen können und Trabant-spezifische Wettbewerbe unterschiedlichster Art gehören ebenso, wie die allgemeine Unterhaltung der Besucher dazu. So gab es zur Fussball EM/WM einen Bereich mit Leinwand zur Fussballübertragung und Kinder bekamen bei den letzten ITTs die Möglichkeit zu spielen oder an einfachen Trabantspielen teilzunehmen (welcher mit Aufzugmotor betriebene Trabi ist der Schnellste). Vereine und Clubs organisieren sich und bieten ggf. auch etwas an. So bot der Verein „intertrab“ selbst Geschicklichkeitsfahrten auf dem Veranstaltungsbereich an, die Dekra informierte über Unfallrisiken oder regionale Clubs trafen sich auf dem Campingplatz zum Beisammensein oder um sich mit anderen auszutauschen. Neben diesen Aktivitäten ist es auch wichtig, in andere Richtungen etwas anzubieten, wie natürlich etwas zu Essen, Souvenirstände, Fahrgeschäfte und viele mehr.                                                                                                                                                 
Es kann selbstverständlich jeder etwas anderes für sich selbst interessant finden, deshalb gilt die allgemeine Regel: ohne Angebot, keine Fans. Ohne Fans, keine Stimmung!

Wir freuen uns demnach auf das 17. ITT in Zwickau.



 
  Heute waren schon 3 Besucher und Trabifans hier!  
 
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
Trabant-Kader-Kassel.de.tl - die Seite für den Trabant und seine Fans in und um Kassel