Abschmierarbeiten
 

Abschmierarbeiten

Fett ist eines der Zauberwörter für eine lange Lebensdauer von Verschleißteilen am Trabant. Was an der Bremse auf keinen Fall sein sollte, erfüllt an gewissen Teilen seinen sinngemäßen Zweck:

-Schmutz an Schmiernippeln entfernen und die Fettpresse aufsetzten bei:

Vorderachse:
Fahrzeug möglichst im kalten Zustand aufbocken, damit das Fett im entspannten Zustand alles erreichen kann. Es empfiehlt sich, die Staubkappen vor dem Fetten zu entfernen.
Schmiernippel befinden sich bei den Gleichlaufgelenken ober- und unterhalb des Radlagergehäuses, also beim Traggelenk/Schwenklager und bei der Federgabel. Bei den Scharniergelenken (alte Ausführung) befindet sich ein Schmiernippel noch beim Radlagergehäuse/Radantrieb. Nicht erschrecken: die Schmiernippel befinden sich nicht alle auf einer Seite. Die Federgabelnippel sind in Fahrtrichtung, die Traggelenknippel (und Radlagernippel) in der Regel entgegen der Fahrtrichtung montiert.
Es sollte soviel gefettet werden, dass das alte Fett komplett herausgedrückt wird.

Radantriebe:
die alte Version bedarf alle 5000km Fett. Die Fettmenge sollte nur soviel wie "ca. 20 Stöße aus der Presse" betragen. Fett ist zwar wichtig, jedoch könnte zuviel Fett in die Bremsanlage gelangen. Alle 30000km oder nach drei Jahren sei das Fett der Radantriebe zu erneuern. Hierfür entfernt man die Schlauchbänder und die Gummimanschette (analog der neuen Version). Bei der neuen Version sind die Schmiernippel aufgrund eines neuen Radlagermodells weggefallen.

Innere Antriebe:
Die Manschette der Getriebeinnenseite wird zurückgezogen und die Hohlräume können dort mit Fett "geflutet" werden.

Lenkgetriebe:
Etwa in Höhe zwischen Mischkammer und Bremsflüssigkeitsbehälter ist der Schmiernippel für die Lenkung. Diese sollte beim Schmiervorgang voll nach links geschlagen sein, anderenfalls kommt Fett, ohne die zu schmierenden Teile zu erreichen, auf der linken Seite wieder herausgetreten. Während des Abschmierens kann das Lenkrad öferts mal komplett nach rechts gedreht werden, um alle Bereiche der Zahnstange zu erreichen.

Handbremsseile:
Die Handbremsseile erhalten nur wenig Fett, "zwei bis drei Stöße" seien genug. Zu viel birge die Gefahr, dass Fett in die Bremse gelange. Die Nippel befinden sich unter dem Bodenblech an der Leitstange von dem Handbremshebel zu den Hinterradbremsen.

Schaltstange:
Für ein reibungsloses Schalten bekommt die Schaltstange an der Führung auf dem Getriebe sowie an der Durchtrittsstelle zur Stirnwand (die Motor- und Innenraum trennt) etwas Fett.

Motorhaubenschloss/Bowdenzüge:
Diese beiden Teile sollten regelmäßig geölt werden. Laut der Fachliteratur geht dies am Besten, wenn man eine Seite aushängt, hochhält und Öl in die Hülle laufen lässt.

   
Dieses Angaben wurden auf der Basis des Buches "Ich fahre einen Trabant Typ601 (...)" 16., neuerarbeitete Auflage 1980 vom transpress-Verlag erarbeitet.






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Trabantfan74, 06.04.2010 um 15:35 (UTC):
Hallo Mario,
habe heute alles gefettet, lief echt gut, vielen Dank für die die Tipps auf der Seite hier.



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